Montag, 30. Mai 2011

"Wer Wind sät" von Nele Neuhaus



Klappentext
Ein Nachtwächter stürzt zu Tode. Ein Grundstück im Taunus, das plötzlich zwei Millionen Euro wert ist, kostet einen alten Mann das Leben. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein ermitteln im Kreise von Verdächtigen, die alle vorgeblich für eine gute Sache kämpfen. Doch jeder von ihnen hat sein eigenes Motiv - nichts ist, wie es scheint. Bis die Lügengebäude einstürzen. Rachsucht und Gier offenbar werden. Liebe in Hass umschlägt und Menschen büßen müssen.


Rezension
Nach ihrem viel gelobten Bestseller „Schneewittchen muss sterben“ legt Nele Neuhaus mit „Wer Wind sät“ ihren neuen Taunuskrimi um das Ermittlerduo Pia Kirchhoff und Oliver Bodenstein vor. Als hätte es die Autorin beim Schreiben geahnt, greift sie das topaktuelle und brisante Thema Windkraft auf.
In der Firma WindPro wird eines morgens ein Nachtwächter tot aufgefunden. Handelt es sich um einen Unfall mit Todesfolge oder steckt mehr hinter dieser Leiche?
Ist das Ermittlerteam anfangs noch ratlos, dauert es nicht lange, bis es immer tiefer in Verstrickungen und geheime Machenschaften eintaucht, die weite Kreise ziehen.
Nele Neuhaus spannt den Bogen der Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Der schnelle Wechsel zwischen den Perspektiven facht das Erzähltempo zusätzlich an und ich konnte kaum geeignete Stellen finden, um das Lesen – notgedrungen – zu unterbrechen.
Hatte mir „Schneewittchen“ schon ziemlich gut gefallen, so fand ich „Wer Wind sät“ nochmals um ein vielfaches spannender. Auch wenn es Vermutungen auf den Täter gab, die tatsächliche Entlarvung des Mörders fand erst gegen Ende des Buches statt und mehr als nur eine Person hatte Dreck am Stecken.
Das Privatleben von Oliver Bodenstein spielte in diesem Krimi auch eine wichtige Rolle. Ein überaus sympathischer Protagonist, für den das Buch mit einem Cliffhanger endete. Man darf also gespannt sein, wie es im nächsten Band mit ihm weitergeht.

Alles in allem eine sehr gelungene Fortsetzung.

Abschließend möchte ich noch lobend erwähnen, dass der Verlag dem Layout der Serie treu geblieben ist und sich „Wer Wind sät“ sehr gut in die Reihe seiner Vorgänger einfügt.
Negativ anmerken muss ich die Veröffentlichung als Premium Taschenbuch, da es sich bei dieser Ausgabe im höheren Preissegment meiner Meinung nach um ein qualitativ schlechteres Produkt handelt als die herkömmliche Ausgabe. Nach einmaligen Lesen sind bereits erste Spuren des „Rundlesens“ erkennbar, des weiteren ist es unhandlicher und auch die Verarbeitung des Lesebändchens wirkt billig.

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