Freitag, 8. Oktober 2010

Rezension "Du" von Zoran Drvenkar

Ich hatte das Glück, ein Rezensionsexemplar von Zoran Drvenkars neuem Roman "Du" zu bekommen.

 



Nach dem mich Zoran Drvenkar bereits mit seinem vorherigen Thriller „Sorry“ begeistert hatte, war ich auf sein neues Werk sehr gespannt.




Schon das Cover assoziiert, dass dieser Roman das Fürchten lehren will. Dies gelingt Drvenkar schon mit dem Einstieg recht gut. Es gibt keine langen Erklärungen, keine Vorgeschichte. Der Thriller beginnt mitten im Geschehen. Während eines Verkehrsstaus verlässt ein Fahrer seinen Wagen, geht von Auto von Auto, sucht Alleinreisende, steigt zu diesen ein - und bringt sie um. Brutal. Schonungslos.



Wer nach dem Lesen des Klappentextes allerdings damit rechnet, dies sei die Haupthandlung, irrt gewalltig. Mit jedem Kapitel wechselt der Autor den Protagonisten, das einzig Konstante ist, dass dieser stets ein „Du“ ist.



Erscheinen all diese Personen und Zusammenhänge zu Beginn noch verwirrend, so werden sie nach und nach zu einer einzigen Geschichte verwoben. Dieses Buch ist rasant, nach dem es ersteinmal Fahrt aufgenommen hat, ist es nicht mehr zu stoppen. Ein Ereignis jagt das nächste und hinter jeden Seite lauert die nächste Überraschung und obwohl man ab einem bestimmten Punkt meint, alles durchschaut zu haben, kommt dann doch alles nocheinmal ganz anders.



Das erste Kapitel hat mich begeistert, danach machte sich ersteimal Skepsis in mir breit. Zu viele Charaktere, zu viele Jugendliche, die bewußt schockieren wollen, zuviel Jugendsprache. Nach relativ kurzer Zeit hatte mich das Buch dann jedoch gefangen und nachdem ich gestern die letzte Seite gelesen habe, kann ich sagen, dass ich begeistert davon bin. "Du" überzeugt durch Originalität und Ideenreichtum.



Zoran Drvenkar ist ein Name, den man als Thriller-Fan unbedingt kennen sollte.

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