Montag, 25. April 2011

"Die verborgene Sprache der Blumen" von Vanessa Diffenbaugh


Klappentext:
Aufgewachsen in einer lieblosen Umgebung, ohne Familie und ohne Zuhause, hat die junge Victoria vor allem eines gelernt: von Menschen Abstand zu halten. Ihr Herz öffnet sie einzig den Blumen. Mit ihrer Hilfe teilt sie sich einer Welt mit, die ihr nicht zuhört. Bis sie dem Mann begegnet, der ihre Sprache versteht ... 

Rezension
Das Buch „Die verborgene Sprache der Blumen“ erzählt aus zwei Perspektiven das Leben von Victoria. Zum Einen als Rückblende über ihre Kindheit im Alter von 10 Jahren und zum Anderen als junge Erwachsene zwischen 18 und 20.
Unmittelbar nach ihrer Geburt wird Victoria von ihrer Mutter verlassen. Sie weiß weder, wer ihre Eltern sind, noch ihr richtiges Geburtsdatum. Es beginnt ein langer Weg durch verschiedenste Pflegefamilien und Heime, in denen sich nie jemand wirklich für das Mädchen interessiert.
Bis zu dem Tag, als die alleinstehende Elisabeth sie bei sich aufnimmt. Doch die lebenslange emotionale Vernachlässigung hat Victoria zu einem mißtrauischen, verschlossenen Mädchen werden lassen. Auch Elisabeth wird von den Schatten ihrer Vergangenheit gequält und so ist den beiden nur ein kurzes Glück vergönnt.

Als Victoria volljährig wird, kann sie endlich das verhaßte Heim verlassen. Die Situation, plötzlich auf sich allein gestellt zu sein, überfordert das junge Mädchen ebenso, wie ihre aufkeimenden Gefühle zu dem Blumenverkäufer Grant.

Vanessa Diffenbaugh hat mit „Die verborgene Sprache der Blumen“ ein feinfühliges, tiefgründiges Werk geschaffen. Man leidet mit Victoria mit und manches mal möchte man sie, trotz ihrer Kratzbürstigkeit, einfach nur in die Arme nehmen und ihr die Freundin sein, die sie so dringend benötigt. Der Roman lässt manche Träne des Mitgefühls fließen. Er zeigt aber auch, dass es im tiefsten Gram möglich ist, einen Sonnenstrahl zu entdecken. Victoria macht Mut. Sie zeigt, dass man kein Opfer seiner Vergangenheit bleiben muss, sondern dass man es schaffen kann, sein Leben positiv zu wandeln, wenn man es nur genügend möchte und sich die richtigen Ziele setzt.

Das Buch ist realistisch, es gibt kein plötzliches Happy-End, aber alle Wege stehen Victoria offen.
Nebenbei lernt der Leser eine Menge über die Sprache der Blumen, die von Vanessa Diffenbaugh sehr gut recherchiert wurde.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gefallen und ich würde es Anderen weiter empfehlen.

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